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16. April 2008:

Mediales Nachtreten

Daß ein frischer Wind in der Bezirksvertretung Ehrenfeld weht, konnten alle Besucher der letzten Sitzung am Montagabend hautnah miterleben. Die pro-Köln-Mannschaft um den Fraktionsvorsitzenden Jörg Uckermann nahm ihren Oppositionsauftrag engagiert wahr und sorgte mit einer Aktuellen Stunde zu den Gefahren der Islamisierung für kontroverse Diskussionen, die auch ein mediales Nachspiel in der „Rundschau“ und im „Stadt-Anzeiger“ zu Folge hatten. Wobei die Leser und Abonnenten des publizistischen DuMont-Flagschiffes „Stadt-Anzeiger“ mal wieder in die Irre geführt wurden. Denn anders kann man diese Art der manipulativen und einseitigen Berichterstattung wohl kaum beschreiben:

So war im Zusammenhang mit Uckermanns Kritik an der Sitzungsleitung von Bezirksvorsteher Josef Wirges (SPD) von „Heil Hitler“-Rufen aus dem Publikum die Rede – aber natürlich ohne jeglichen Hinweis darauf, daß diese „Heil Hitler“-Rufe von einem pro-Köln-Gegner mit islamischen Migrationshintergrund kamen!

An anderer Stelle schrieb der Redakteur Heribert Rösgen von „zehn Zuhörern“, obwohl der Zuschauerraum voll besetzt war. Zählen und Mathematik gehört offenbar nicht zu den Stärken der DuMont-Schreibkräfte. Aber selbst bei der Wiedergabe einfachster Sachverhalte tat sich Herr Rösgens sichtlich schwer. So fantasierte er von einer angeblichen Forderung Uckermanns nach „deutschsprachigen Waren“ im Einzelhandel in der Venloer Straße. Beantragt hatte die Fraktion pro Köln freilich etwas ganz anderes: Nämlich eine Änderung der Werbesatzung für die Venloer Straße, wonach die Werbesprache bei den Reklameschildern der (noch) üblichen Landessprache – also Deutsch – entsprechen sollte.

Auch bei der Berichterstattung über die pro-Köln-Forderung nach „einer Transrapid- oder einer Helikopter-Verbindung“ zwischen Braunsfeld und Ehrenfeld hat Herr Rösgen eine „Winzigkeit“ vergessen zu erwähnen: Dieser pro-Köln-Änderungsantrag war natürlich nur eine ironisch-überspitze Antwort auf die völlig unsinnige Forderung der CDU nach einer S-Bahn-Verbindung zwischen Ehrenfeld und Braunsfeld!

Durch solche Weglassungen, Verkürzungen und Verdrehungen entsteht natürlich ein völlig manipuliertes Bild von der pro-Köln-Arbeit, daß mit der Realität nur noch wenig zu tun hat.

Alles nur zufällige handwerkliche Fehler und journalistische Unfähigkeit? Oder bewußte Täuschung der Leser über die Art und Qualität der pro-Köln-Aktivitäten? Eine Antwort darauf darf sich jeder mündige Bürger selber geben …

 

 
 
 

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