Mediales Nachtreten
Daß ein frischer Wind in der Bezirksvertretung Ehrenfeld weht, konnten
alle Besucher der letzten Sitzung am Montagabend hautnah miterleben.
Die pro-Köln-Mannschaft um den Fraktionsvorsitzenden Jörg Uckermann nahm
ihren Oppositionsauftrag engagiert wahr und sorgte mit einer Aktuellen
Stunde zu den Gefahren der Islamisierung für kontroverse Diskussionen,
die auch ein mediales Nachspiel in der „Rundschau“ und im
„Stadt-Anzeiger“ zu Folge hatten. Wobei die Leser und Abonnenten des
publizistischen DuMont-Flagschiffes „Stadt-Anzeiger“ mal wieder in die
Irre geführt wurden. Denn anders kann man diese Art der manipulativen
und einseitigen Berichterstattung wohl kaum beschreiben:
So
war im Zusammenhang mit Uckermanns Kritik an der Sitzungsleitung von
Bezirksvorsteher Josef Wirges (SPD) von „Heil Hitler“-Rufen aus dem
Publikum die Rede – aber natürlich ohne jeglichen Hinweis darauf, daß
diese „Heil Hitler“-Rufe von einem pro-Köln-Gegner mit islamischen
Migrationshintergrund kamen!
An
anderer Stelle schrieb der Redakteur Heribert Rösgen von „zehn
Zuhörern“, obwohl der Zuschauerraum voll besetzt war. Zählen und
Mathematik gehört offenbar nicht zu den Stärken der DuMont-Schreibkräfte.
Aber selbst bei der Wiedergabe einfachster Sachverhalte tat sich Herr
Rösgens sichtlich schwer. So fantasierte er von einer angeblichen
Forderung Uckermanns nach „deutschsprachigen Waren“ im Einzelhandel in
der Venloer Straße. Beantragt hatte die Fraktion pro Köln freilich etwas
ganz anderes: Nämlich eine Änderung der Werbesatzung für die Venloer
Straße, wonach die Werbesprache bei den Reklameschildern der (noch)
üblichen Landessprache – also Deutsch – entsprechen sollte.
Auch
bei der Berichterstattung über die pro-Köln-Forderung nach „einer
Transrapid- oder einer Helikopter-Verbindung“ zwischen Braunsfeld und
Ehrenfeld hat Herr Rösgen eine „Winzigkeit“ vergessen zu erwähnen:
Dieser pro-Köln-Änderungsantrag war natürlich nur eine
ironisch-überspitze Antwort auf die völlig unsinnige Forderung der CDU
nach einer S-Bahn-Verbindung zwischen Ehrenfeld und Braunsfeld!
Durch solche Weglassungen, Verkürzungen und Verdrehungen entsteht
natürlich ein völlig manipuliertes Bild von der pro-Köln-Arbeit, daß mit
der Realität nur noch wenig zu tun hat.
Alles nur zufällige handwerkliche Fehler und journalistische
Unfähigkeit? Oder bewußte Täuschung der Leser über die Art und Qualität
der pro-Köln-Aktivitäten? Eine Antwort darauf darf sich jeder mündige
Bürger selber geben …