Prof. Schachtschneider zu Gast bei pro Köln
Der renommierte Staatsrechtler Prof. Dr.
Karl Albrecht Schachtschneider referierte gestern bei einer
Vortragsveranstaltung der Fraktion pro Köln über Fragen der Religionsfreiheit
im Zusammenhang mit dem Islam und geplanten Großmoscheebauten. Die
Fraktion pro Köln hatte diesmal ins Rechtsrheinische eingeladen, und über 150
Gäste kamen in den großen Konferenzsaal des städtischen Kalk-Karrees. Diese
hörte einen fulminanten und anspruchsvollen Vortrag des bekannten
Staatsrechtlers und EU-Kritikers Prof. Schachtschneider. Unter den Zuhörern
befand sich auch ein besonderer Ehrengast: Schachtschneiders prominenter
Mitstreiter im Kampf gegen die Euro-Einführung, Prof. Dr. Wilhelm Hankel,
ehemaliger Präsident der Hessischen Landesbank und einer der führenden
Währungsexperten in Deutschland mit langjährigen Gastprofessuren u.a. an der
Harvard- und Johns-Hopkins-Universität.
Eine derart hochkarätige und gut besuchte
Veranstaltung hatte der Konferenzsaal im obersten Stockwerk des Kalk-Karrees
wohl lange nicht mehr gesehen. Neben den Stadträten, Bezirksvertretern und
Ausschußmitgliedern der Fraktion pro Köln waren zahlreiche geladene Gäste der
Einladung gefolgt, unter ihnen viele angesehene Universitätsdozenten, hohe
Polizeibeamte sowie Islam-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler aus Köln
und ganz Nordrhein-Westfalen. Nach der Begrüßung durch die
pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter nahm Prof. Schachtschneider
ausführlich Stellung zum Begriff und Stellenwert der Religionsfreiheit in
Deutschland, ihrer Wertigkeit gegenüber anderen Grundrechten und ihren
praktischen Folgen für die islamische Lebensweise in Deutschland, für Scharia
und Großmoscheebauten in unserer Heimat. Klar wurde dabei, daß das Schlagwort
„Religionsfreiheit“ eben nicht einen allumfassenden grundgesetzlichen Schutz
für Scharia, Ungleichbehandlung von Frauen im Namen des Islam und ähnlichem
bedeute. „Wir sind eine Republik, d. h. ein aufgeklärtes Staatswesen, das
grundsätzlich im Widerspruch zu einer sich für alle Lebensbereiche als
verbindlich ansehende Religion steht“, so Prof. Schachtschneider zum
Kernproblem der Auseinandersetzung zwischen dem aggressiven Einwanderungsislam
und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland. Die Freiheit
der Religionsausübung sei begrenzt durch den Freiheitsbegriff an sich und die
anderen Grundwerte. Großmoscheebauten mit umfangreichen politischen, sozialen
und kulturellen Angeboten und Zielsetzungen seien in diesem Sinne nicht als
ausschließliche Gotteshäuser im rechtlichen Sinne zu verstehen und würden
daher nicht unter dem starken grundgesetzlichen Schutz stehen, der für einen
100prozentigen Gebetsraum gelten würde.
Der Vorsitzende und
Oberbürgermeisterkandidat der Bürgerbewegung pro Köln, der 45jährige
Rechtsanwalt Markus Beisicht, griff diese Ausführungen in der anschließenden
Diskussion auf und wiederholte auch das von Ralph Giordano aufgestellte Credo:
„Es gibt kein Grundrecht auf den Bau von Großmoscheen!“ Auch die Einwanderer
aus dem islamischen Kulturraum, die sich hier rechtmäßig aufhalten und auf
Dauer in Deutschland verbleiben wollen, müßten sich unseren Werten, Normen und
Gesetzen anpassen, sich integrieren und schlußendlich auch assimilieren
lassen. „Nur so kann ein homogenes Staatswesen auf Dauer bestehen, das wie von
Prof. Schachtschneider ausgeführt, die Voraussetzung für die Herausbildung
eine allgemeinen Willens des Volkes ist, der wiederum Voraussetzung für eine
wahrhafte demokratische und rechtsstaatliche Ordnung ist.“
Schachtschneider ging im übrigen auch auf
die skandalösen Zustände während des Anti-Islamisierungskongresses am 19. und
20. September 2008 in Köln ein. Das passive Verhalten der Kölner
Polizeiführung gegenüber den linken Störern und Gewalttätern bezeichnete der
renommierte Staatsrechtler als „klar rechtswidrig“, die friedliche Versammlung
der pro-Bewegung hätte mit allen verhältnismäßigen Mitteln ermöglicht und
geschützt werden müssen. Dies wäre offensichtlich nicht der Fall – und
politisch nicht gewollt – gewesen. „Ich kann nur sagen: In Bayern hätte es so
etwas nicht gegeben“, so der Erlanger Professor abschließend.
Für die Fraktion pro Köln erklärte die
Vorsitzende Rechtsanwältin Judith Wolter im Anschluß an die Versammlung:
„Pro Köln steht in der Mitte des Volkes.
Wir sind eine in der einheimischen Bevölkerung fest verwurzelte, betont
bürgerliche und freiheitliche Formation, die sich für Recht und Ordnung,
Heimatbewußtsein und soziale Werte einsetzt. Wir erfahren hierfür auch starke
Unterstützung von angesehenen Vordenkern dieser Republik. Persönlichkeiten wie
Prof. Schachtschneider und Prof. Hankel wissen, wie gefährdet das hohe Gut der
Meinungsfreiheit in Deutschland derzeit durch die political correctness ist.
Ich danke Ihnen deswegen ganz herzlich für Ihren Beitrag zur geistigen
Freiheit in unserem Land!“
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Wieder einmal
referierte ein renommierter Fachmann auf einer Vortragsveranstaltung der
Fraktion pro Köln zu schwierigen wissenschaftlichen Fragen und ihren
praktischen Auswirkungen auch auf die Kommunalpolitik: Prof. Karl Albrecht
Schachtschneider, hier im Gespräch mit der pro-Köln-Fraktionsvorsitzenden
Judith Wolter. |
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Großer Bahnhof im
städtischen Kalk-Karree. Die Fraktion pro Köln arbeitet ständig an der
Weiterbildung und Professionalisierung ihrer Stadträte, Bezirksvertreter
und Ausschußmitglieder. |
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Rechtskundige
Referenten bei der Fraktion pro Köln: Prof. Schachtschneider und der
pro-Köln-Vorsitzende und Rechtsanwalt Markus Beisicht (sitzend). |
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Bis auf den letzten
Platz gefüllt war der große Konferenzsaal des städtischen Kalk-Karrees,
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... sogar
Klappstühle mußten eigens herangeschafft werden, um der Flut der nur
handverlesen eingeladenen Gäste Herr zu werden. |
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OB-Kandidat
Beisicht dankte für den rhetorisch geschliffenen Vortrag des emeritierten
Professors aus Erlangen, der zusammen mit dem CSU-Politiker Peter
Gauweiler eine Klage gegen die Einführung des Euros beim
Bundesverfassungsgericht eingereicht hatte. |
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Das Internetlexikon
Wikepedia hält zu Schachtschneider Rechtslehre u.a. fest: "Er
entwickelt, lehrt und vertritt eine von
Immanuel Kants Freiheitslehre sowie den Ideen der
europäischen Aufklärung ausgehende und auf Grundlage der
Menschenwürde entfaltete Freiheits-, Rechts- und Staatslehre ...
Schachtschneiders Anhänger halten seine Arbeiten für wegweisend. Seine
Kritiker werfen ihm vor, eine zu idealisierte Lehre zu vertreten. Er
selbst betont, dass es gerade in der Rechtslehre notwendig sei, über das
tatsächliche Sein hinaus das Sollen zu bedenken, also das, was richtig
ist." |