„Hinein in die Mitte unserer Gesellschaft“
Interview mit der
pro-Köln-Fraktionsvorsitzenden, Rechtsanwältin Judith Wolter, zum Jahreswechsel
Frage: Was unterscheidet pro Köln und
pro NRW von den verbrauchten traditionellen Rechtsaußengruppierungen in der
Bundesrepublik?
Wir bekennen uns aus voller Überzeugung zu
Demokratie und Rechtsstaat. Die Bundesrepublik muß nicht abgewickelt werden,
sondern bestehende gesellschaftliche Mißstände müssen auf demokratischem Wege
beseitigt werden. Wir orientieren uns an den erfolgreichen europäischen
rechtsdemokratischen Politikmodellen unserer Partner wie FPÖ oder Vlaams Belang
und haben mit klischierten NS-Apologeten-Trüppchen von gestern nichts zu tun. Es
geht uns nicht um Verbal-Radikalismus, sondern wir wollen im kommenden Jahr die
realistische Chance nutzen, mit modernen und seriösen Inhalten, fähigem
Personal und nonkonformen Auftreten eine rechtsdemokratische Alternative in Köln
und Nordrhein-Westfalen parlamentarisch zu verankern. Die verbrauchten
Rechtsaußenparteien der Bundesrepublik stellen für die Wähler keine seriöse
Alternative dar. Ihre Aufgabe ist es primär, durch ihre Existenz einen neuen,
seriösen Politikansatz zu erschweren bzw. zu stigmatisieren.
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Judith Wolter,
Rechtsanwältin, Jahrgang 1978, ist Vorsitzende der Fraktion pro Köln im Rat
der Stadt Köln |
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Wenn sich eine Partei so präsentiert, daß
sie praktisch jedem Klischee, das der politische Gegner entworfen hat, zu 100 %
entspricht, muß man sich nicht wundern, daß sie dauerhaft erfolglos bleibt. Wir
wollen raus aus der Schmuddelecke und aus verräucherten
Hinterhofgaststätten und hinein in die Mitte unserer Gesellschaft. Wir
verstecken uns nicht, sondern setzen uns überall in der Domstadt wie in ganz
Nordrhein-Westfalen an die Spitze von kommunalen Protestbewegungen. Wir treten
an, um der schweigenden Mehrheit wieder eine Stimme zu geben. Radikal sind wir
letztendlich nur in einem Punkt, in der Abwehr des Extremismus von Rechts und
Links.
Frage: Ihr zentrales Thema bleibt der
Kampf gegen die schleichende Islamisierung. Jedoch leben in Köln eine große Zahl
von Moslems mit entsprechenden kulturellen und religiösen Bedürfnissen. Wollen
Sie diesen Menschen etwa die Regionsfreiheit beschneiden?
Selbstverständlich sind wir als überzeugte
Demokraten der Auffassung, daß den in Köln lebenden Muslimen ihr Recht auf freie
Religionsausübung gewährleistet werden muß. Jedoch steht nirgendwo geschrieben,
daß das Recht auf freie Religionsausübung das Recht auf den Bau von
orientalischen Großmoscheen beinhaltet. Allein Köln verfügt heute bereits über
ca. 60 Moscheen, in denen die Muslime ihre Religion ausüben können. Für die
Religionsausübung ist daher die geplante Großmoschee in Köln Ehrenfeld völlig
überflüssig. Dies gesteht der Trägerverein DITIB auch mehr oder weniger ein:
Nach seinen Angaben sollen nur etwa 20 % der Gesamtfläche für „religiöse Zwecke“
verwendet werden. 80 % hingegen sollen für „soziale Zwecke“ genutzt werden, z.B.
für Geschäfte, Schulungseinrichtungen usw., in denen natürlich ausschließlich
türkisch gesprochen wird. In den Schuleinrichtungen wird dann womöglich der
Völkermord an den Armeniern geleugnet werden. Mit anderen Worten: Es geht um die
weitere Verfestigung der türkisch-islamischen Parallelgesellschaft in ganz
Nordrhein-Westfalen. Dies muß unbedingt verhindert werden!
Frage: Wie ist denn grundsätzlich Ihre Haltung in der Zuwanderungsfrage?
Im Gegensatz zu den klassischen
Einwanderungsländern wie USA, Australien und Kanada hat bei uns primär eine
Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme stattgefunden und diese nahezu zum
Einsturz gebracht. Angesichts eines Millionenheeres von Arbeitslosen sind wir
der Auffassung, daß es keine Rechtfertigung für weitere Zuwanderung in die
Bundesrepublik gibt. Aber auch die sozialen Auswirkungen der Massenzuwanderung,
die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, sind alarmierend. Gucken Sie
sich doch nur mal die jeweiligen Kriminalitätsstatistiken an! In Großstädten wie
z.B. Köln ist leicht zu erkennen, daß sich regelrecht geschlossene
Parallelgesellschaften entwickelt haben. Um diese Fehlentwicklung zu
korrigieren, halten wir eine Minuszuwanderung für erforderlich. Nicht
integrationsbereite Migranten können nicht dauerhaft in der Bundesrepublik
verbleiben.
Frage: Mit welchen Erwartungen gehen
Sie ins nächste Jahr?
Das nächste halbe Jahr steht für pro Köln
und pro NRW ganz im Zeichen der Kommunalwahl im Juni 2009. Wir bündeln derzeit
alle Kräfte und sind letztendlich voller Hoffnung, am 07.06.09 das verkrustete
Parteiensystem an Rhein und Ruhr zu sprengen. Wir werden bei der anstehenden
Wahl überall in NRW Schwerpunkte und Hochburgen bilden, um der schweigenden
Mehrheit der einheimischen Bevölkerung in den kommunalen Parlamenten endlich
wieder eine Stimme zu geben. In Deutschland fehlt ein rechtsdemokratisches
Korrektiv zu den verbrauchten Altparteien. Das gesamte Parteiensystem ist
erkennbar nach links gerückt. Die Altparteien unterscheiden sich immer weniger.
Alle Voraussetzungen sind daher gegeben, im Herzen von Westdeutschland eine
erfolgreiche rechtspopulistische Oppositionsbewegung in die Stadträte und
Kreistage zu bringen. Dabei stehen wir für eine bürgernahe, basisdemokratische
Politik mit Augenmaß und Vernunft. Mehr Demokratie, mehr Sicherheit, mehr
Anstand und Ehrlichkeit in der Politik tun Not – aber auch weniger verlogene
„politische Korrektheit“, weniger Tabus und Denkverbote sind angesagt.